Tarifvertrag elektroniker hamburg

Es liegen keine nationalen (offiziellen noch inoffiziellen) Daten über Streiks in Slowenien vor. Die Hauptgründe für tariflichen Maßnahmen waren Lohnkürzungen und Lohnrückstände. Mechanismen zur Beilegung von Kollektivstreitigkeiten sind in den Tarifverträgen enthalten. Es liegen jedoch keine Daten über ihre Verwendung vor. Arbeitszeitflexibilität ist nicht gesetzlich geregelt. Sie ist durch Tarifverträge oder allgemeine Rechtsakte auf Unternehmensebene geregelt. 2. Tarifstreitigkeiten werden nach diesem Gesetz beigelegt, wenn im Tarifvertrag kein Streitbeilegungsverfahren festgelegt wurde. Die Regelung dieser Einrichtungen ist sowohl gesetzlich als auch tarifvertraglich kodifiziert.

Die Tarifverhandlungen sind durch das Tarifvertragsgesetz geregelt (Zakon o kolektivnih pogodbah, Amtsblatt rs, Nr. 43/2006). Dieses Gesetz regelt die Parteien, Inhalt und Verfahren für die Unterzeichnung eines Tarifvertrags, seine Form, Gültigkeit und Beendigung, die friedliche Beilegung von Tarifstreitigkeiten sowie das Register und die Veröffentlichung von Tarifverträgen. Die Gewerkschaftsvertretung ist durch das Gesetz über die Repräsentativität der Gewerkschaften geregelt (Zakon o reprezentativnosti sindikatov, The Official Gazette of RS, Nr. 13/1993). Jüngsten qualitativen Untersuchungen (Stanojevic und Kanjuo Mrela, 2014) zufolge decken eine Reihe kürzlich geänderter Tarifverträge einen engeren Themenbereich ab als zuvor. Themen wie allgemeine und berufliche Bildung oder Work-Life-Balance sollen beispielsweise nicht mehr berücksichtigt werden. Nachdem das ehemalige Amt für Chancengleichheit vorgeschlagen hatte, dass Gewerkschaften und Arbeitgeber die Chancengleichheit in den Tarifverhandlungen berücksichtigen sollten, richtete der ZSSS (der größte Gewerkschaftsverband Sloweniens) im Mai 2005 ein Schreiben an alle sektoralen Gewerkschaften, in dem sektorale Gewerkschaften aufgefordert wurden, im Einklang mit der Initiative zu handeln und besonders sensibel in Bezug auf mögliche Gründe/Faktoren des geschlechtsspezifischen Lohngefälles zu sein. Die ZSSS kommt zu dem Schluss, dass, da es keine Bestimmungen des Lohnfestsetzungssystems gibt, die das geschlechtsspezifische Lohngefälle bestimmen, die Gründe in subtileren Faktoren wie der Diskriminierung von Arbeitnehmern mit familiären Pflichten und der Bewertung oder Benennung von Arbeitsplätzen liegen müssen. Chancengleichheits- und Diversitätsbestimmungen sind nach wie vor nicht in allen Tarifverträgen enthalten. Der Tarifvertrag für Banken und Sparkassen enthält jedoch zwei Artikel über das Diskriminierungsverbot.

Auf Unternehmensebene gibt es einen doppelten Vertretungskanal: Gewerkschaften der Unternehmen und Betriebsräte/Arbeitnehmertreuhänder. Eurofounds European Company Survey 2009 berichtet, dass Gewerkschafter im slowenischen Dual-Channel-System eine herausragende Rolle spielen. Die Ergebnisse deuten auch darauf hin, dass die Gewerkschaften dort, wo es doppelte Formen der Vertretung gibt, eher auf Tarifverhandlungen ausgerichtet sind, während die Betriebsräte hauptsächlich an der Unterrichtung und Anhörung beteiligt sind. In Slowenien gibt es eine Abgrenzung der Zuständigkeiten zwischen Betriebsräten und Gewerkschaften. Die Rechtsvorschriften sehen vor, dass das Recht der Arbeitnehmer auf Teilhabe an der Unternehmensleitung nicht in die Rechte und Pflichten von Gewerkschaften und Arbeitgeberorganisationen eingreifen darf, um die Interessen ihrer Mitglieder zu schützen.